Mannheimer Dekanin Verena Schlarb eingeführt

- 19.10.2026 - 

Mannheim, (19.10.2026). In einem feierlichen Gottesdienst in der vollbesetzten CityKirche Konkordien wurde die Mannheimer Dekanin Dr. Verena Schlarb am 15. Oktober von der badischen Landesbischöfin Heike Springhart in ihren Dienst eingeführt. 

Dekanin Verena Schlarb, Mannheim
Amtseinführung Dekanin Verena Schlarb, Mannheim  

Quelle: ekma/Andreas Henn

Die promovierte Theologin hat am 1. September 2026 ihren Dienst als erste Frau im Dekansamt der Evangelischen Kirche Mannheim angetreten. In einer „so bunten und vielfältigen Stadt wie Mannheim“, sagte Landesbischöfin Heike Springhart in ihrer Ansprache, habe es eine Dekanin gut: „mit den Regionen und Kirchtürmen, mit einer starken Diakonie, herrlicher und vielfältiger Kirchenmusik und Jugendarbeit, mit vielfältigen und vielseitigen Frömmigkeitsstilen und mit einem Miteinander der verschiedenen Religionen in der Stadt.“ Als Dekanin werde Verena Schlarb „viel mit Strukturfragen zu tun haben, damit, wie Abläufe runder laufen, wie Kirche sich frisch und attraktiv zeigt, wie Gemeinden und die Menschen in den Kooperationsräumen gut im Blick sind – und wie die Menschen in Mannheim erleben, dass Kirche da ist – für alle“.

Den weiten Raum zum Brückenbauen nutzen

In ihrer Predigt zum Psalm „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ verband Dekanin Schlarb vielfältige Facetten von Räumen mit den Lebenssituationen der Menschen und lotete aus, wie sich Netzwerke bilden und Menschen sich als Brückenbauer einbringen können. „Wir leben in einer unsicheren Zeit. Aber nicht allein, sondern alle gemeinsam.“
Als Dekanin wolle sie, dass Kirche vor allem die Menschen in den Räumen Mannheims gut im Blick habe. „Unser Ureigenstes sind Resonanzräume für Fragen des Lebens und des Glaubens: in Gottesdienst und Seelsorge – in Kirchenmusik und Bildung. Die Resonanzen sind wichtig. Sie hängen nicht davon ab, ob jemand etwas konsumiert oder ob er leistungsbereit ist: Sie meinen den ganzen Menschen, wie er nun einmal ist.“
Sie wolle, führte sie aus, “dass wir als Kirche für die Menschen da sind, auch und vor allem für die, die jemanden brauchen, zum Zuhören oder als Lebenshilfe. Was für ein Geschenk, dass dieser weite Raum hier, die Konkordienkirche, im Winter für vier Wochen zur Vesperkirche wird. Wie gut, dass sich unsere Diakonie an so vielen Stellen der Stadt für die Menschen engagiert“.
Autorin: Kirsten de Vos